Sveti Dimitar Kathedrale (Vidin)

Die Sveti Dimitar Kathedrale[1] in der Stadt Vidin im Oblast Vidin, Bulgariens zweigrösste Kathedrale der bulgarisch-orthodoxen Kirche und Auslösungspunkt der Ablösung vom ökumenischen Patriachat von Konstantinopel, welche hier im Jahr 1868 durch den Bischof von Widin, dem Anthim I. (bulgarisch Антим I; * 1816 in Kırklareli/Lozengrad; † 1. Dezember 1888 in Widin, Bulgarien) vollzogen wurde, ist eine Kirche, welche mitten während der osmanischen Besatzung zur Zeit von Mehmed IV. (* 2. Januar 1642; † 6. Januar 1693), dem Sultan der die zweite Türkenbelagerung von Wien als einfach Holzkirche erbaut wurde. Erst 1885, bereits nach dem Erlangen des bulgarischen Exarchats entschloss man sich dazu die Holzkirche abzureisen und durch eine ursprünglich vom Architekt Gencho Kanev[2] geplante Ein-Glocken-Konstruktion zu ersetzen. Der im Projekt mitwirkende Architekt Banani ignorierte allerdings die Baupläne und errichtete die zweitgrösste Kathedrale Bulgariens.

Kirche Hl.Visarion von Smolensk (Smoljan)

assia Atanassova – Spiritia, Gemeinfrei

Die Kirche des Heiligen Visarion[1]Bulgarisch : храм „Свети Висарион Смолянски“ )  in der Stadt Smoljan des Oblast Smoljan, eine Kirche, die zwar nicht als historisch zu betrachten ist, sie entstand erst im Jahr 2002, deren Grösse, es handelt sich um die viertgrösste Kathedrale Bulgariens so wie deren Bau, für den Bau wurden Spenden in der Höhe von 3,5 Millionen Lev gesammelt und man errichtete einen 35 Meter hohen Kirchturm mit 11.Glocken, liessen sie relativ schnell zum Wahrzeichen der Stadt Smoljan werden.

Die grösste der 11 Glocken ist 152 cm hoch, hat einen Durchmesser von 145 cm und wiegt 2 Tonnen. Sie wurde im russischen ZIL- Werk gegossen . Die kleinste Glocke wiegt 60 kg. Das Gesamtgewicht der Glocken beträgt 5 Tonnen und das Leutwerk wurde um 92.000 Euro angekauft.

Die Verkleidung der Kuppeln und der Rest der Überdachung wurde dafür von der bulgarischen Firma „Kiprida“ geschaffen. Ausser einem Kirchturm und einem Läutwerk verfügt die Kirche über ein Baptisterium, welches dem Heiligen Theodor geweiht wurde, eine Synodalbiblothek, einen Museumsraum und eine Sonntagsschule.

Heiliger Pantelemon, 27.7.

Der Heilige Pantelaimon[1] (altgriechisch Παντελεήμων Panteleimon; * Mitte des 3. Jahrhunderts in Nikomedia; † ca. 305) , bulg. Sveti Pantelajman, der Schutzpatron von Ärzten und Hebammen, der Heilige, auf welchen das Sinnbild mit der Schlange auf zahlreichen Apotheken zurückzuführen ist, weil er ein Mädchen, dass von einer Schlange gebissen wurde wieder zum Leben erweckt haben soll, ist einer der grossen Märtyrer, Heiler und Wundertäter der bulgarisch-orthodoxen Kirche.

Ein Heiliger, welchem die Kirche jedes Jahr am 27.8. gedenkt und der im Gegensatz der meisten anderen Heiligen kein einfacher Mensch aus dem Volk gewesen ist, sondern in der Zeit des römischen Reiches zur Zeit von Kaiser Maximian (genannt Herculius; * um 240 bei Sirmium, heute Sremska Mitrovica, in Pannonien; † 310 in Gallien) in Nikomedia, dem heutigen Izmir Medizin studierte.

Die Legende um Sveti Pantelemon erzählt von zahlreichen Ärzten, welche es ihm neideten, dass er nicht nur durch Medizin heilen konnte, sondern ihm Gott auch die Gabe des Heilens gegeben hatte. So das man ihn schliesslich beim Kaiser meldete, der nach einem Glaubensbeweis, seine Folterung und schliesslich Enthauptung anordnete.

Die Teufelsbrücke

Die Teufelsbrücke[1] (bulg. „Dyvolskiat Most“) über den Fluss Arda, eine Brücke, welche das Dorf Ardino, dort also wo die Festung Krivus im Oblast Kardschali steht, mit dem Dorf Gylybovo[2] im Oblast Smoljan und entlang der alten Streckenführung der Via Egnatia vom Heiligtum der drei Nymphen und der Aphrodite bei Dimitrovgrad, Haskovo, Ardino und dann in die Rhodopen verläuft, eine Brücke die erstmalig zur Zeit von Kaiser Nero (* 15. Dezember 37 in Antium; † 9.[2] oder 11. Juni[3] 68 bei Rom) mit der alten Römerstrasse errichtet, dann beim Hunnensturm von 447.n.Chr. zur Zeit von Atila dem Hunnenkönig zerstört, vom ersten bulgarischen Reich zur Zeit von Khan Krum († 13. April 814 in Konstantinopel) wieder hergestellt, von Bassileios II. (griechisch Βασίλειος ὁ Βουλγαροκτόνος Vasílios o Vulgaroktónos, bulgarisch Василий Българоубиец Wassilij Balgaroubiez; * 958 in Didymoticho; † 15. Dezember 1025 in Konstantinopel) neuerlich zerstört und dann von Friedrich I. Babarosa (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Kleinarmenien) und seinen Truppen die heutige Form zu erhalten, zeichnet sich durch drei Bögen aus, deren maximale Höhe 12 Meter beträgt.

St.Georg, der siegreiche Grossmärtyrer

Die Kirche St.Georg[1], bulgarisch: Sveti Georgi, welche dem siegreichen Grossmärtyrer geweiht wurde und sich in der Stadt Jambol des Oblast Jambol befindet,

eine Kirche, welche erstmalig im Jahr 1737 Mitten während der osmanischen Besatzungszeit errichtet wurde, dann aber wegen dem fehlenden Ferman, also der fehlenen Baubewilligung der Zerstörung einheimfiel,

1835 wiederum errichtet und am 14.Juli 1878 am Ende des russisch-osmanischen Krieg (1877/78) beim Verlassen der Osmanen von Jambol noch einmal zerstört wurde, der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1881 und wurde durch Spenden von Christen aus der Stadt finanziert, ist insofern nicht nur wichtig, weil die eine wundertätige Ikone des Heiligen Georg besitzt, sondern eine der ersten Kirchen war, welche den Kampf um das bulgarische Exarchat ankündigte. Eine Kirche, welche die bulgarische Wiedergeburt mit einläutete.

Maria Magdalena, 22.Juli

Die am 22.Juli jedes Jahr von der bulgarisch-orthodoxen Kirche gefeierte Maria Magedalena[1] oder Maria von Magdala, welche aus dem Ort Magdala am See Genezerath in Galiläa gestammt haben dürfte, die erste Frau am Morgen des Ostersonntag, welche an das Grab Christi kommt, manche meinen auch in ihr, die Frau des dort als „Herrin“ und ihren Kinder bezeichnete Stelle des 2.Johannesbriefes zu sehen, etwas das sie dann zur Frau Jesu Christi und der Mutter seiner Kinder machen würde,

2.Johannes 1-3

1 Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, 2 um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit: 3 Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, sei mit uns in der Wahrheit und in der Liebe!

Ist mit Sicherheit die Frau gewesen, welche Jesus nach ihrer Heilung von Besessenheit durch ganz Galiäa und Judäa begleitete und letztlich nicht nur Jesus selbst, sondern nach seiner Auferstehung auch die Urgemeinde in Jersusalem versorgte. Nach den Evangelien trieb Jesus aus ihr 7 Dämonen(Lk 8,2 EU; Mk 16,9 EU) und sie wäre der erste Mensch gewesen, mit dem, auch wenn sie ihn zuerst für den Gärtner hielt, Jesus nach der Auferstehung gesprochen hätte. So das wir Urchristen meinen, dass der christliche Glaube zweifelsfrei von den Frauen, wahrscheinlich von der Frau Jesus ausgegangen ist.

Maria Magdalena soll hierbei laut einem Pergament[2] aus dem 2.Jahrhundert Glaubensursprung gewesen sein.

Vladimir, 15. Juli

Der Heilige Prinz Vladimir (genannt Wladimir der GroßeAltostslawische Sprache: Володимѣръ Свѧтославичь, Volodiměrъ Svętoslavičь, Altnordische Sprache: Valdamarr Sveinaldsson, russisch Владимир Святославич; ukrainisch Володимир Святославич; weißrussisch Уладзімер Сьвятаславіч; * um 960; † 15. Juli 1015 in Berestowo), dessen Gedenktag jedes Jahr im Rahmen der bulgarisch-orthodoxen Kirche am 15.Juli gefeiert wird, ist so wie Paulus von Tarsus (griechisch Παῦλος Paûlos, hebräischer Name שָׁאוּל Scha’ul (Saul), lateinisch Paulus; * vermutlich vor dem Jahr 10 in Tarsus/Kilikien; † nach 60, vermutlich in Rom) ein Heiliger, der vor allem dadurch auffiel, das er sich durch die Entscheidung zum Glauben sehr zu seinem Positiven veränderte.

Auch Fürst Vladimir I. wird nachgesagt, dass er bis zu seiner Taufe selbst eher bösartig nachtragend und gewaltbereit gewesen sein soll, seine Schlachten eher mit roher Gewalt als mit Güte führte, etwas das sich änderte als Fürst Vladimir I. 988 selbst zum Glauben findet und in der Folge nicht nur einen vollkommen anderen Regierungsstil in Kiew (ukrainisch Київ Kyjiw [ˈkɪjɪu̯]; russisch Киев Kijew [ˈkʲi(ɪ̯)ɪf])einführt, sondern auch das Christentum zur Staatsreligion erhebt und darauf besteht, dass sich der Adel des Kiewer Rus taufen lässt.

Marina, 17.Juli

Die Heilige Marina von Bythien (Marina lat. „die am Meer Wohnende“), einer Märtyrerin, welche der Legende nach im 5. oder 6. Jahrhundert in der byzantinischen Provinz Bythinien gelebt haben soll und derer sich die bulgarisch-orthodoxe Kirche jedes Jahr am 17.Juli erinnert, eine Heilige, welche sich angeblich nachdem sie von ihrer Mutter verlassen wurde, ihrem Vater Eugenius folgend als Junge verkleidet unter dem Namen Marions in ein syrisches Kloster schlich, dort in Ruhe lebte, bis sie von einer Frau beschuldigt wurde, dass das uneheliche Kind von ihrem Vater wäre, worauf sie das Kloster verlassen musste, allerdings vor der Tür des Klosters blieb und beharrte wieder aufgenommen zu werden, bis sie und ihr Kind verhungerten, eine Heilige, welche heute zu Tage als Sinnbild gegen Verleumdung und übler Nachrede in der bulgarisch-orhtodoxen Kirche verehrt wird.

Ilinden, 20.Juli

Неизвестен, Public Domain

Der Ilinden[1], der von der bulgarisch-orthodoxen Kirche jedes Jahr am 20.Juli, in der Zeit von 1916 bis 1968 allerdings nach dem neuen Kalender am 2.August gefeiert wird,

der Tag, an dem die Kirche Propheten Elija (auch Elias; hebräisch אֵלִיָּהוּ ʾĒlijjā́hû, auch אֵלִיָּה ʾĒlijjâ; griechisch Ἠλίας Ēlías; arabisch إِلْيَاس ʾIlyās) gedenkt, dem einzigen Heiligen der nicht verstorben ist, sondern lebend vor dem Propheten Elisa (auch Elisäus; hebräisch אֱלִישָׁע ʾĔlîšāʿ „Gott hilft“; griechisch Ἐλισαῖος Elisaîos), mit einem Feuerwagen in den Himmel aufgefahren ist,

ein Heiliger, dem Jesus Christus (von altgriechisch Ἰησοῦς Χριστός Iēsoûs Chrīstós [iɛːˈsuːs kʰriːsˈtos], deutsch ‚Jesus, der Gesalbte‘) nachsagte,dass er als Johannes der Täufer (geboren etwa 5 v. Chr.; gestorben um 30 bzw. vor 36 n. Chr.), den die bulgarisch-orthodoxe Kirche Johannes der Vorläufer nennt, zurückgekommen sein soll

ist ein Tag, an dem nicht nur dem Ilinden-Preobraschenie-Aufstand des Oktobers 1903 im Kampf um die Befreiung von Nordmakedonien vom osmanischen Reich zu gunsten Bulgariens gedacht wird, sondern der auch zugunsten der Wettervorsage dient. Weil wenn es an diesem Tag donnert, dann verfaulen die Wal- und Haselnüsse.

Der Slivdolisko Padalo Wasserfall

Der Wasserfall Slivodolsko Padalo[1], der mit 35 Meter Falltiefe höchste Wasserfall der Rhodopen, welcher sich kurz hinter Bachkovo[2] in der Nähe des Klosters Bachkovo im Red Wall Reservat[3], bulgarisch: „Chervenata Stena“[4] , deutsch: Rote Wand Reservat der Westrhodopen[5] befindet, und während der Zeit des Renier de Trith († nach 1206), dem französischer Kreuzfahrer des vierten Kreuzzuges und Herzog von Phillopopolis, dem heutigen Plowdiw, den Rittern der Festung Assenovgrad die nächste Gelegenheit zum Duschen geboten haben dürfte, ist eine Wasserfallstufe des Flusses Slivo Dol.

Der Wasserfall, der senkrecht von sehr hohen Felsen herabfällt und dabei einen rötlichen Schimmer wiedergibt, etwas das wahrscheinlich dem gesamten Reservat den Namen gegeben hat, ist schon von weitem zu sehen liegt allerdings in einer Landschaft, welche es schwierig macht den gesamten Wasserfall zu fotographieren.