Nationalpark Rila

Edal Anton Lefterov, CC BY-SA 3.0


Der mit 81.000 Hektar grösste Nationalpark Bulgariens, der Rila-Nationalpark, dessen höchsten Gipfel der Berg Musala mit 2935 Höhenmetern darstellt, welcher vor vielen Jahrhunderten von den Protobulgaren nach ihrem Gott Tangra benannt wurde, dann aber im 15.Jahrhundert eine Umbenennung durch das osmanische Reich erhielt, ein Naturpartk, welcher am 24.Februar 1992 erst nach dem Ende der kommunistischen Jahre zum Nationalpark erklärt wurde und dessen bekanntestes Ausflugsziel das Rila-Kloster verkörpert, ist ein Nationalpark, der durch eine Lage nur oberhalb der 800 Höhenmetermarke letztlich nur über Gebirgsklima verfügt.

Besonders ist der Nationalpark allerdings vor allem durch seine 120 Trichterseen, welche in der letzten Eiszeit entstanden und heute nicht nur Algen, sondern auch verschiedenen Tieren aus längst vergangenen Zeiten einen Lebensraum bieten. Besonders auch, weil im Rila-Gebirge die Fluss Mariza entspringt, der dann in den Oblast Chaskovo fliesst, wo es dann 1371 zur alles entscheidenden Schlacht an der Mariza mit dem osmanischen Reich kam. Der Ort, wo Bulgarien besetzt wurde.

Enjovden, 24.Juni

Oskar Kolberg – gadki.lublin.pl (Kolberg. Lud. Serya I Sandomierskie. Krakow – 1865), Public Domain

Der Enjovden[1] (24.Juni) (Yandevden, Yanovden, Ivanden, Adrian, Ivanden, Ivan Bilober, Draijka), welcher auch als Mitsommertag oder als Johannestag bezeichnet wird, ein Tag, an dem in Bulgarien Feuer entzündet werden, über welche die Bulgaren springen oder um das Feuer tanzen, der Tag an welchem Frauen, Mädchen und Zauberer ihre Kräuter sammeln, ein offizieller Feiertag des bulgarischen Nationalkalender, ist in der bulgarisch-orthodoxen Kirche der Gedenktag an die Geburt des Heiligen Johannes des Täufers.

Des Mannes, welcher Jesus vorausgegangen ist, diesen ankündigte und dann im Jordan taufte.

Der Enovden ist ein Feiertag, der nicht nur in Bulgarien sondern unter den unterschiedlichsten Namen im gesamten Osten existiert und auch innerhalb Bulgariens über eine Namensvielfalt ( Oblast Sofia Yanevden, in Struga Ivanden, in Ohrid Ivanden und die in Weliko Tarnovo Ican Bilober oder Draijka).

Nationalpark Pirin

Der Nationalpark Pirin[1], dessen Verwaltung sich in Bansko in der Oblast Blagoewgrad befindet und einen Grossteil des Pirin-Gebirges, Teile des Struma Fluss Tales und mit der Stadt Melnik, die Handlungsstädte von Alexius Slaw (bulgarisch Алексий Слав, wissenschaftliche Transliteration Aleksij Slav), dem Schwiegersohn von Heinrich von Flandern (* um 1174; † 11. Juni 1216 in Thessaloniki), mit Sandanski aber die Schaffensstätte von Neofit Rilski ((bulgarisch Неофит Рилски), geboren als Nikola Poppetrow Benin (bulgarisch Никола Поппетров Бенин; * 1793 in Bansko, damals Osmanisches Reich; † 4. Januar 1881 im Kloster Rila, Bulgarien), bis nach Roschen zum Kloster Roschen reicht, ist neben dem Nationalpark Zentralbalkan und dem Nationalpark Rila-Gebirge einer der drei durch die Republik Bulgarien geschützten Nationalbarks.

Die Ernennung erfolgte erstmalig 1974, also noch während dem kommunistischen Jahren, als man den Naturpark dem Schutz des Forstministeriums unterstellte und wurde 1999 durch die Schaffung einer eigenen Verwaltung in Bansko bestätigt. Heute umfasst der Park 6200 km, in welchen man historisch aber auch naturschutzmässig eine Menge erleben kann.

Himmelfahrtskathedrale (Patriachatskirche Veliko Tarnovo)

Die Himmelfahrtskathedrale[1] ( Bulgarisch: Патриаршеска катедрала „Свето Възнесение Господне“, Patriarsheska katedrala „Sveto Vaznesenie Gospodne“ ) in der Hauptstadt des zweiten bulgarischen Reiches, in der Stadt Veliko Tarnovo des Oblast Weliko Tarnovo, welche nach der Schlacht von Adrianopel (1205) aus Gründen des Friedensschlusses zwischen Zar Kalojan (bulgarisch Калоян Асен, wissenschaftliche Transliteration Kalojan Asen, auch Johannitzes; * um 1170; † 1207) und Balduin I. (lat.: Balduinus Constantinopolitanus * Juli 1171 in Valenciennes; † nach 20. Juli 1205 in Tarnowo, Bulgarien) des Lateinischen Kaiserreichs in den Jahren 1205 bis 1207, also noch vor der Ermordung von Zar Kalojan durch den Thronräuber Zar Boril (bulgarisch Борил Асен Стрез, wissenschaftliche Transliteration Boril Asen Strez; † nach 1218) in Thessaloniki erbaut worden sein dürfte, eine Kirche also, welche den Kampf zwischen den Templern und dem zweiten bulgarischen Reich im Sinne von Iwan Assen II. (bulgarisch Иван Асен II., wissenschaftliche Transliteration Ivan Asen, auch Johannes Assen II.; † 24. Juni 1241) einläutete, dürfte bei der Erbauung im Inneren- und Äusseren der Kirche durch solche Fresken ausgestattet worden sein, die es der bulgarisch-orthodoxen Kirche nach der neuerlichen Fertigstellunt 1985 unmöglich machten, die Kirche neuerlich zu weihen. Dabei dürfte es sich im 12. und 13.Jahrhundert, vor ihrer Zerstörung durch das osmanische Reich im Jahr 1393 um den Sitz des bulgarischen Patriarchats[2] gehandelt haben.

Der Nationalpark „Zentralbalkan“

Das Nationalpark „Zentralbalkan“[1], einer der drei Nationalparks der Republik Bulgarien, der Nationalpark, welcher das zentrale Balkangebirge umfasst, ein Gebiet, welches vor Allem durch seine Wolf und Bärenpopulation, aber auch eine grosse Anzahl an Vögeln wie den Weisskopfsteinadler[2], den Jagdfalken, den Wanderfalke, den Turmfalken, das Rebhuhn, die Eule, den Sperlingskauz, die Fliegenschnäpper, die bunte Amsel[3] und den Schwarzspecht für Naturliebhaber einiges anzubieten hat, aber auch durch seine Karstformationen in Schluchten, auf Berghöhen und Höhlen, die bekanntesten Phänomene des Parkes sind die Rock Bridge[4], der Höhle Markova Dupka[5] und Kalchovi Kamani[6] denen eine Möglichkeit gibt, welche über Gottes schöne Natur stauen wollen, ist mit seinen neun Naturreservaten Boatin, Tsarichina, Kozja Stena,Steneto, Serveren Djendem, Peeshi Skali, Sokolja, Djendema und Stara Reka ein aussergewöhnliches Naturschauspiel.

Sveti Duh (Pfingstmontag), Montag nach Pfingsten

Sveti Duh[1], im Deutschen „Pfingstmontag“ ist für die bulgarisch-orthodoxe Kirche, welche Pfingsten mit der Erinnerung an die Toten am 50.Tag nach dem Ostersonntag, wobei hierbei in jüdischer Weise der Tag bereits mit dem Sonnenuntergang des Vortages, also dem Samstag beginnt, ist der Tag, an welchem der Osterzyklus durch die Ausschüttung des Heiligen Geistes, verbunden mit dem Erlangen der Geistesgaben abgeschlossen wird.

An diesem Tag sollen die Apostel mit den Gaben Liebe, Freude, Friede, Langmut, Sanftmut, Güte, Treue und Selbstbeherrschung, Geistesgaben des Galaterbriefes ausgestattet worden sein.

Während wir Urchristen mit diesem Tag auch die Möglichkeit des Erlangens der Geistegaben Prophetie, Lehramt, Heilung und Zungenrede verbunden sehen.

Der Heilige Geist wird hierbei von der bulgarisch-orthodoxen Kirche, als eine Energie verstanden, welche von Gott Vater im Gegensatz zu Jesus Christus nicht geschaffen wurde. Den Menschen aber mit Gesundheit und einer Seele ausstattet.

Der Heilige Geist wird in der bulgarischen Orthodoxie als gleichwertig mit Gott Vater und Jesus Christus verstanden.

Wobei die Urchristen den Heiligen Geist als Energiefeld und als Verbindung des göttlichen mit dem menschlichen, von Gott Vater, dem alleinigen Gott und Jesus Christus, den Menschensohn und Messias verstehen und die Meinung vertreten, dass es auch schon bei Jesus der Heilige Geist war, die Verbindung von Mensch und Gott, welche es ermöglichte, dass Jesus Wunder wirkte und wir den Vater sehen konnten.

Das Dorf Bojentsi

Das Dorf Bojentsi[1], ein Dorf in Nordbulgarien im Oblast Gabrovo, welches 9 km entfernt von Gabrovo an der alten Streckenführung der Römerstrasse Via Egnatia am Eingang des Tales des Flusses Andaka[2] liegt, einem Fluss, den die Einheimischen Bozhanka, nach einer Aristrokratin nennen, die 1393 mit ihren Kindern aus Tarnovo, dem heutigen Weliko Tarnovo, vor den Truppen des osmanischen Reiches geflohen sein soll und als Begründerin des Ortes gilt, ist heute zu Tage allerdings mehr wegen seiner zahlreichen Bauten aus der bulgarischen Wiedergeburt, darunter die Kirche „Heiliger Prophet Elias“[3] aus dem Jahre 1839, aber auch dem Haus der Grossmutter Raina, einer Seherin zur Zeit der bulgarischen Wiedergeburt zum architektonischen und naturschutzmässigen Reservat erklärt worden.

Chereshova zadushnitsa, 49 Tage nach Ostern

Der Chereshova Zadushnitsa, etwas das soviel bedeutet wir Kirsche Himmelfahrt, wird von der bulgarisch-orthoxen Kirche immer am Samstag vor Ostern gefeiert und ist ein Tag, an dem man den verstorbenen Seelen der Toten gedenkt, welche nach dem Gründonnerstag frei gelassen wurden.

Dieser Glaube ist mit dem Glauben daran verbunden, dass sich die Seelen aller Toten sammeln.

Nach der Himmelfahrt des Herren, Christi Himmelfahrt steht der Eingang zum Himmelreich, zum Paradies offen.

Und das ist der Grund, warum die Kirche am Chereshova Zaduschnitsa eifrig für die Seelen der Toten betet, damit man dann zu Pfingsten gereinigt den Heiligen Geist empfangen kann.

Auf den Friedhöfen läuten die Glocken traurig um mit einem angemessenen Schlag an die Fürsorge um die Toten zu erinnern.

Petdesetniza (Pfingsten), 50 Tage nach Ostern

Der Pedesetniza Tag[1], welches im Rahmen der bulgarisch-orthodoxen Kirche jedes Jahr am 50ten Tag nach Ostern am Sonntag gefeiert wird, ein Fest welches wir im Deutschen als Pfingsten bezeichnen, wird in der bulgarisch-orthodoxen Kirche vielmehr als Heiliger Dreifaltigkeitstag gesehen.

Ein Fest, welches daran erinnert, dass die Apostel, so wie der Mensch Jesus im Rahmen seiner Taufe durch den Heiligen Geist mit Gott zu einer Dreifaltigkeit verschmolzen und die Geistesgaben ein sichtbares Zeichen dafür sind, dass wir Menschen mit Gott zu einer Einheit wurden.

Erst mit der Aussendung und dem Empfangen des Heiligen Geistes konnte der Mensch den Kreislauf des Todes durchbrechen und es folgte das ewige Leben.

Daher wird der Pfingstsonntag noch in Erinnerung an die Verstorbenen der Familie gefeiert, während dem man den Pfingstmontag als Auftakt der Kirche und für die Mession versteht.

Eine Mission, welche in den Geistesgaben Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue und Sanftmut geschieht. Geistesgaben, welche man bereits am Vorabend des Pfingstsonntags bei einer Vesper empfängt.

Im Volksglauben allerdings beginnt mit dem Pfingstsonntag, welcher so wie das Schawuot Fest der Juden, dem Erntedankfest 50 Tage nach dem Paschafest, 50 Tage nach Ostern stattfindet, die Woche der Meerjungfrauen[2].

Eine Woche, in welcher man von den Meerjungfrauen geheilt oder krank gemacht werden kann. Ein Fest also, welches sowohl traditinell als auch christlich, als auch jüdisch in Bulgarien eine Bedeutung hat.

Der griechische Unabhängigkeitskrieg 1821-1829

Der griechische Unabhängigkeitskrieg von 1821-1829, welcher dem russisch-osmanischen Krieg von 1828/29 vorausging, ein Krieg, welcher letztendlich zur Unabhängigkeit von Griechenland vom osmanischen Reich führen sollte, eine Unabhängigkeit, welche mit dem Friede von Adrianopel (1829), dem heutigen Edirne, am 14.September 1829 eine Stunde[1] entfernt von der Stadt Haskovo beschlossen wurde, eine Stadt, in welcher zu dieser Zeit Angel Voivoda, der Gründer der Bewegung der Woiwoden lebte, könnte durch den Beschluss des unabhängigen hellenistischen Staates unter Ioannis Kapodistrias (griechisch Ιωάννης Καποδίστριας, * 31. Januarjul./ 11. Februar 1776greg. auf Korfu; † 27. Septemberjul./ 9. Oktober 1831greg. in Nafplion) auch zum Vorbild der Befreiungsbewegung der Woiwoden und in der Folge der Inneren Revolutionären Organisation eines Vasil Levski auch Vasil Levski geschrieben, bulgarisch Васил Левски, altbulg. Василъ Львскій; * 6. Julijul./ 18. Juli 1840greg. in Karlowo; † (Hinrichtung) 7. Februarjul./ 19. Februar 1873greg. in Sofia) geworden sein.

Wie die Filiki Eteria (griechisch Φιλική Εταιρεία; angenäherte deutsche Bezeichnung: Freundesgesellschaft), beginnen nach dem Frieden von Adrianopel auch in Bulgarien Geheimgesellschaften zu bilden, welche die Befreiung vom osmanischen Reich und die Errichtung eines unabhängigen Staates Bulgarien erreichen wollen.