Karsamstag

Der Karsamstag (bulg. Страстна събота[1]) ist der Tag der Karwoche an welchem Jesus nach der Kreuzigung im Grab gelegen und auf seine Auferstehung gewartet hat.

Bereits in der frühchristlichen Gemeinde wurde am Karsamstag der Leib des Herrn Jesus symbolisch beklagt. In manchen Lehren ist Jesus an diesem Tag nicht im Grab verblieben, sondern in die Hölle hinabgefahren, etwas, das allerdings biblisch nicht nachvollziehbar ist.

Es ist der Tag vor der Auferstehung. Ein Tag, an welchem aber keiner der Jünger tatsächlich damit rechnet das er auferstehen wird.

Selbst Maria von Magdala, nach frühchristlicher oder urchristlicher Lehre die Frau von Jesus Christus und Mutter seiner Kinder, so der 2.Johannesbrief in seiner Eröffnung

2Joh 1,1 Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben,

scheint genauso wie die Mutter Jesu daran zu zweifeln. Denn sie bereiten Salben vor und begeben sich am ersten Tag der Woche, nach jüdischer Lehre also dem ersten Tag nach Sabbat, dem Sonntag, zum Grab um ihn zu salben.

Ein Tag, welchen seine Gefolgsleute laut Bibel in Angst und Schrecken verbringen, weil niemand mit seinem Tod, aber auch niemand mit seiner Auferstehung gerechnet hat. Ein Tag, an welchem die Frauen Salben anrühren, um ihn am Sonntag nach jüdischem Brauch, dem ersten Tag der Woche zu salben. In so fern ist es aber auch der letzte Tag der Woche, der siebente, der Sabbat, der Tag an dem selbst Gott ruhte.

Der Karfreitag

Der Karfreitag in Bulgarien „Der Gute Freitag“ (bulg. Добър петък[1]), welcher zwei Tage vor dem Ostersonntag gefeiert und nach jüdische Lehre bereits mit Gründonnerstag mit dem letzten Abendmahl beginnt, letztlich ein Reigen des Leiden Christi von:

  • Gezemani Ereignis, bei dem Jesus darum betet ob denn der Vater nicht den Kelch an ihm vorübergehen lassen könne
  • seine Verhaftung, bei der sein Jünger Judas Iscariott ihn mit einem Kuss verrät
  • seine Verurteilung, durch den hohen Rat und der Ablehnung seiner Verurteilung durch Pilatus und Herodes
  • im Weg nach Golgatha, wo Simon von Cyrene gezwungen wird sein Kreuz zu tragen,

endet laut Bibel mit den Worten „Eli, Eli, lama asabtani“, sowie der Botschaft „Es ist vollbracht“. Das „Es ist vollbracht“ ist die Botschaft, welche die bulgarisch-orthodoxe Kirche dazu veranlasst, dies als den „Dober Petak“ also den „Guten Freitag“ zu bezeichnen, weil durch den Gehorsam des Gottmenschen Jesus am Kreuz mit die Macht des Teufels gebrochen und Gott mit der Sündlosigkeit Gottes versöhnt wurde.

Der Gründonnerstag

Der Grüne Donnerstag[1], Heilige Donnerstag (bulg. Sveti Tschewirtak; Велики четвъртък[2]) oder auch Abendmahlsdonnerstag ist in der bulgarisch-orthodoxen Kirche aber auch bei uns Urchristen der Donnerstag vor dem Ostersonntag, an welchem

  • Jesus das Brot bricht und seinen Leib verteilt
  • den Kelch herumgehen lässt und auf sein Blut zur Vergebung der Sünden verweist
  • später im Garten Gezemani betet, ob Gott nicht den Kelch an ihm vorübergehen lassen kann

letztlich allerdings verhaftet wird und der Leidensweg auf Ostern hin beginnt.

Für die bulgarisch-orthodoxe Kirche ist es der höchste aller Osterfeiertage, weil laut Lehre der bulgarischen Orthodoxie das Heil des Menschen ohne den Leib und das Blut Christi unmöglich ist. Erst die Aufnahme von beiden ermöglicht die Rettung.

Festung Kaliakra

Die Festung Kaliakra[1] [kɐlˈiakrɐ] (bulgarisch Нос Калиакра Nos Kaliakra), ein Lager von König Wladislaw III. (auch Wladislaus von Warna, Wladislaus III. von Polen und Ungarn, polnisch Władysław III Warneńczyk, ungarisch I. Ulászló, kroatisch Vladislav I., litauisch Vladislovas III Varnietis, lateinisch Ladislaus; * 31. Oktober 1424 in Krakau; † 10. November 1444 bei Warna) während des Kreuzzuges von 1444[2], welche sich am Kap von Kaliakra[3] in der Dobrudscha an der Nordküste des Schwarzen Meeres in der Nähe des Dorfes Blagarevo[3] im Oblast Varna befindet, eine Festung deren Name sich von den byzantinischen und griechischen Wörtern ‚καλός‘ (’schön‘) und ‚άκρα‘ (‚Landzunge‘ oder ‚Festung‘) herleitet, war bei der Besatzung durch das osmanische Reich 1411 eine der letzten Festungen, welche der Eroberung zum Opfer fiel. Die frühesten Funde rund um die Festung zeigen aber, dass die Festung auch schon als Festung Tirizis vom thrakischen Stamm der Tirizis, den sogenannten balkanischen Kelten[4] genutzt wurde.

Byalgrad

Die Festung Byalgrad[1]bulgarisch : Бялград , „weiße Festung“), eine Festung welche sich zwischen dem Dorf Gugutka[2] und der Stadt Ivaylovgrad im Oblast Chaskovo in Richtung Konstantinopel und Griechenland befindet und Anfang der 13.Jahrhunderts, also zur Zeit des Bündnisses der Festung Kaleto, wohl mit Mithilfe

errichtet wurde, dürfte aus Gründen ihrer direkten Lage an der Via Militaris, der Strasse von Konstantinopel nach Haskovo entlang der Arda bereits im heutigen Oblast Haskovo die dritte Festung zum Schutz der Hauptstadt des Lateinischen Kaiserreichs, Haskovo, gewesen sein. Bezeichnend ist, dass der Mittelteil der Burg, so Aufzeichnungen der Stadt über die Festung aus dem 13.Jahrhundert mit dem deutschen Wort „Bergfried“ bezeichnet wurde, so das davon auszugehen ist, dass hier die französischen Ritter, die Templer, das zweite bulgarische Reich und der Deutschritterorden beim Bau zusammengeholfen haben.

Sopot-Kloster „Einführung in die Mutter Gottes“

Das Sopot-Kloster „Einführung in die Mutter Gottes“ (bulg. „Въведение Богородично“, Welwedenie Bogorodinzno)[1], ein Nonnenkloster der bulgarisch-orthodoxen Kirche, welches sich in der Stadt Sopot im Oblast Plowdiw, ganz in der Nähe des ehemaligen Hilander Klosters des Berg Athos befindet, ein Kloster welches 1794 von kurdischen Banden niedergebrannt, aber wieder errichtet wurde, ein Kloster, welches der Veröffentlichgung von Paissi von Hilendar (bulgarisch Паисий Хилендарски, wissenschaftliche Transliteration Paisij Chilendarski; * 1722 in Bansko; † 1773 bei Ampelino, heute Assenowgrad) seiner „slawisch-bulgarische Geschichte“ diente, ein Werk, welches den Kampf um das bulgarische Exarchat prägen sollte, diente in der Zeit von Vasil Levski ( bulgarisch Васил Левски, altbulg. Василъ Львскій; * 6. Julijul./ 18. Juli 1840greg.[2] in Karlowo; † (Hinrichtung) 7. Februarjul./ 19. Februar 1873greg. in Sofia) auch dessen Versteck in der Mädchenschule. Das Kloster ist eines der wenigen Klöster, welches nicht durch Umwandlung von Mönchs- zum Nonnenkloster Frauenkloster wurde, sondern 1665 von der Nonne Susanne als Frauenkloster gegründet wurde.

Freunde des Lateinischen Reichs: Ideen zur Weltverbesserung

Ganz ehrlich, Freunde. Ein ganzes Jahr habe ich nunmehr seitdem ich nach Bulgarien übersiedelt bin, darüber nachgedacht, was hier die Probleme wirklich beheben könnte. Denn zweifellos ist Bulgarien ein Land der Erfinder. Optimal für unseren alten Ansatz einer Gemeinnützigen Industrie. Der Schaffung von Exportartikeln als Finalproduktion auf Basis von Patenten. Wenn nicht bereits das Geld für das Wiederöffnen der ehemaligen Fabriken fehlen würde.

Und zweifellos ist es keine Lösung, wenn die Familien in Bulgarien zerrissen werden, weil zumindest einer der beiden Eltenteile ins Ausland, seit 2007 meist die EU arbeiten gehen muss. Hierdurch so wie am heutigen Tag das Wahlrecht verliert.

Und einfach nur wie unsere Regierung dies tut, 2025 auf den EURO umzusteigen, ist auch bestimmt keine Lösung. Weil ich dann ganz genau die gleiche Menge an Geld eben in einer anderen Währung habe. Der EURO aber von der internationalen Stabilität der Wirtschaft abhängig ist. Die Wirtschaft in Bulgarien daher darunter leidet, wenn Spanien ein EURO Problem bekommt.

Nonnenkloster „Sveti Nikola“

Das Nonnenkloster Heiliger Nikolaus (bulgarisch: „Sveti Nikola“, englisch: St. Nicholas)[1], welches sich am in einem kleinen Tal des südwestlichen Teils des Ortes Arbanasi im Oblast Weliko Tarnovo, 5 km entfernt von der Stadt Weliko Tarnovo befindet und im 13.Jahrhundert, während des Bündnis der Festung Kaleto zur Zeit von Alexius Slaw (bulgarisch Алексий Слав, wissenschaftliche Transliteration Aleksij Slav), dem Bruder von Iwan Assen II. (bulgarisch Иван Асен II., wissenschaftliche Transliteration Ivan Asen, auch Johannes Assen II.; † 24. Juni 1241)und Schwiegersohn des Heinrich von Flandern (* um 1174; † 11. Juni 1216 in Thessaloniki) errichtet wurde, ein Bündnis des zweiten bulgarischen Reiches mit dem Lateinischen Kaisereich und dem Deutschordensstaat, ist vor Allem durch seine Aktivitäten im Rahmen der bulgarischen Wiedergeburt und dem russisch-osmanischen Krieg (1877-78) als Nonnenkloster bekannt geworden.

Geburtskirche in Arbanasi

Die Geburtskirche von Arbanasi[1], welche sich beim Ort Arbanasi im Oblast Weliko Tarnovo befindet, einem Ort, an welchem die Zaren des zweiten bulgarischen Reiches ihre Sommerurlaube verbrachten, ist mit ihren aussergewöhnlichen Fresken aus dem 16. und 17.Jahrhundert, aber auch ihrem eigenwilligen Baustil, aussen Scheune, Innen gut ikonisierte Kirche ein aussergewöhnliches Beispiel des Kirchenbaues während der osmanischen Besatzungszeit.

Einer Zeit, in welcher das osmanische Reich der bulgarisch-orthodoxen Kirche untersagte, Gottesdienste in bulgarischer Sprache abzuhalten, die bulgarisch-orthodoxe Kirche der griechisch-orthodoxen Kirche unterstellten und der Bau von neuen Kirchbauten untersagt war.

Als diese Kirche in der alten Sommerresidenz des Hauses Assen errichtet wurde, durfte von einer Kirche Aussen nichts wahrgenommen werden.

Lazarovden, 8 Tage vor Ostern

Der Lazarus-Tag (bulgarisch: Lozarovden), der erste Tag der Osterfeierlichkeiten, ist ein christlicher Feiertag, an welchem dem Heiligen Lazarus, einem Freund Jesu gedacht wird, welcher jedes Jahr von der bulgarisch-orthodoxen Kirche 8 Tage vor dem Ostersonntag gefeiert wird, weil Jesus an diesem Tag seinen Freund Lazarus von den Toten auferweckte. Es ist einer der wenigen Toten in der Bibel, welche Jesus neben der Tochter des Jairus und dem Jüngling von Nain selbst auferweckte. Womit der Name Lazarus ein Symbol für Gesundheit und Langlebigkeit werden sollte. Für uns Urchristen ist es gleichzeitig der Tag, an welchem Maria, die Schwester des Lazarus diesen zum König salbte.